Dienstag, 25. Januar 2011

Thaipusam 2011


Thaipusam ist ein Fest der hinduistischen Tamilen, das im Januar/Februar zu Ehren Gottes Murugan, den Sohn von Shiva und Parvati, abgehalten wird. Damals soll ein Dämon für Unheil und Böses gesorgt haben. Murugan sollte diesen Dämon bezwingen, dazu gaben ihm seine Eltern eine magische Waffe. Thaipusam erinnert an diesen Tag, an dem Murugan diesen Dämon besiegt hat. Thaipusam steht im Zeichen der Buße. Um sich dem Gott Murugan ganz widmen zu können, schweigen und meditieren die Gläubigen, die sich dazu Spieße etc. durch Zunge, Wangen stechen lassen. Manche haben aber auch Haken im Rücken, an denen Limonen oder Glöckchen hängen oder sie ziehen sogar kleine Schreine daran hinter sich her, tragen riesige Gestelle mit Spießen auf den Schultern, laufen auf Nagelschuhen....Um das Ganze aushalten zu können, meditieren und fasten sie im Vorfeld und begeben sich einen Tag vorher durch Gesänge etc. in Trance. Dieses Piercen ist in Indien offiziel nicht mehr erlaubt, aber in Thailand, Malaysia und Singapur wird es noch ausgiebig zelebriert. In Singapur pilgern sie ca. 5 km von einem Tempel zu einem anderen. Sie bringen Opfergaben, wie Milch, Reis, Blumen zu Ehren Murugans in den Tempel, wo am Ende Priester alle Haken etc. entfernen. Für die Schaulustigen ein echtes Spektakel. Auch wenn kaum Blut fliesst, ist es trotzdem nix für schwache Nerven.
Das ganze Schauspiel fing um Mitternacht an und endete erst am Abend.










Frauen mit durchstochenen Zungen oder Wangen sind selten. Jedenfalls habe ich nur eine Lady gesehen, die sich die Wangen durchstochen hatte. Dafür gab es einige männliche Jugendliche, die daran teilnahmen.


Dieser Herr hatte sich ganz schön was auferlegt: Kräuter, Glöckchen an Haken, einen Schrein an Haken hinter sich herziehen, Spieße durch Zunge und Wangen (bei Durst, war er auf Hilfe angewiesen, die ihm das Wasser in den Mund laufen liessen), Nagelbrettschuhe....
Dafür hatte er einige Begleiter, die mit Gesängen, Trommeln etc. ihm eine gute Unterstützung waren.




Selbstverstaendlich gab's auch Hilfe beim Schleife binden.



Opfergaben, die meist auf dem Kopf getragen wurden.


Das muss man sich mal vorstellen: Einen kleinen Wagen ziehen, der mit Haken an deinem Rücken befestigt wurde! Die Begleitungen halfen zwar, aber man muss da ganz schoen in Trance sein, um keine Schmerzen zu haben....









Zum Schluss liessen sich viele den Kopf rasieren und versahen ihn mit Farbe. Leider haben wir nicht herausbekommen warum.


Zutritt zu Tempeln immer nur Barfuss. Da ich schon mal erlebt habe, dass bei solchen Massenansammlungen zu besonderen Anlässen die Schuhe über alle Strassen verteilt waren, fand ich im ersten Moment die Idee, dass sie jetzt jedem Tüten fuer die Schuhe gaben, gar nicht schlecht. Ich packte sie mir gleich in den Rucksack, denn man musste schon viele Meter vorher, die Schuhe ausziehen. Bei der Sonneneinstrahlung auf den Teerstrassen auch kein Spass. Leider stellte sich heraus, dass die meisten ihre Tüten mit den Schuhen draussen hinlegten. Nun finde mal deine Schuhe bei all den gleichen Tüten. Toller Plan!




Montag, 3. Januar 2011

Silvester 2010

Nach voll geschlagenen Magen ging's nach draussen, aber nicht zum Böllern, dass ist hier nicht erlaubt, genauso wenig, wie Feuerwerk (bis auf das an der Marina Bay von der Stadt), sondern zum Wunderkerze anzünden, eigens für die kleine Leonie, für die wir uns auch mit netten Hütchen ausstatteten.
Jetzt sollte man meinen "Wunderkerzen, wie langweilig", aber man wundert sich, was man für einen Spass damit haben kann. Diese Kerzen sollten noch laut Heulen, was sie auch taten, aber man sollte bei Made in China doch etwas vorsichtiger sein, zumindest bei den Chinakrachern bzw. -wunderkerzen... Denn diese ach so einfachen Wunderkerzen sind uns fast alle regelrecht in der Hand laut explodiert. Gemein gefährlich und so was kann man in Singapur kaufen....





...dann ging's weiter zum Clarke Quay, die Partymeile mit Bars, Discotheken etc. Von dort konnte man super auf das Feuerwerk an der Marina Bay schauen. Endlich ein gutes Feuerwerk geniessen, ohne von besoffenen Leuten die Knaller vor die Beine geschmissen zu bekommen.
Besoffene gab's aber auch hier genug, teils ausgestattet mit bunter, blinkender Kopfbedeckung, Tröten etc. Interessant sind auch die teils aufgebrezelten Outfits, mal für das Auge mal eher weniger....



Dienstag, 7. Dezember 2010

Nikoi Island (Indonesien)

Ein Wochenende auf Nikoi Island

Nikoi Island gehört zu Indonesien. Man erreicht die Insel über Bintan Island, d.h. man fährt mit einer Fähre von Singapore nach Bintan, fährt dann noch mal eine Stunde mit dem Auto, um dann wieder mit einem kleinen Boot zu Nikoi überzusetzen. Die Insel ist in Privatbesitz eines australischen Ehepaars und laut unseren Fahrers gehören noch ein bis zwei Paare dazu. Ursprünglich fuer private Zwecke gedacht, wurden auf der Mini-Insel 15 Holzbungalows gebaut und eco-freundlich ausgestattet, d.h. keine Aircon, aber Moskitonetz und Ventilator. Ausserdem sind die Bungalows relativ offen gestaltet und man kann die Frontseite komplett öffnen, so dass die Meeresbrise keine Aircon nötig macht. Warmwasser bekommt man durch solar.
Leider hatten wir etwas viel Regen am ersten Tag, aber mit einem gutem Buch und Kartenspiel war das kein Problem. Die Insel eignet sich super zum Relaxen. Durch die wenigen Gäste wird Frühstück, Mittagessen und Abendessen als fertiges Menü an den Tisch gebracht, Alternativen zum Gericht sind je nach Absprache und Verfügbarkeit erhältlich (eines Abends gab's anscheinend nur eine Kokosnuss, gibt ja auch gar keine Kokosnusspalmen auf der Insel :) ) Gegessen wird an einem grossen Tisch gemeinsam mit allen.
Das Personal ist super freundlich, wenn auch der englischen Sprache noch nicht ganz mächtig. Zumindest gab's bei einigen Nachfragen zum Essen einige Schwierigkeiten, die aber immer mit einem freundlichen Grinsen weggelächelt wurden....
"Gibt es noch etwas anderes als Lamm?" "Ja." "Und was wäre das?" "Lamm."
Hä?
Sehr lustig war auch ein Geburtstagsständchen. Am Anreiseabend bekam schon jemand einen Geburtstagskuchen und ein Lied, was ja echt nett war, aber am Folgetag legte das Personal noch einen drauf, denn sie kamen dieses Mal mit Gitarre, Trommeln, Rasseln, Kuchen und Sing Sang. Als sie sich dem grossen Tisch immer mehr näherten und sich keiner anmerken lies, dass er Geburtstag hatte, dachten wir schon, die haben sich geirrt. Bis eine Frau einer Familie aufstand und wegging... Wir schauten uns alle an, das Personal war total verunsichert und wurde immer leiser... was is'n nu? Erst dachten wir, die will nur ein Foto machen und ist deshalb aufgestanden, aber als sie wegging und nicht wiederkam... . Ein seltsamer Moment mit den immer leiser werdenen Singen, dumm aus der Wäsche schauenden Gästen und dem Rest der Familie, die keine Miene verzogen, einfach den Kuchen in Empfang nahmen und ihn seelenruhig verputzten. Wir mussten uns echt das Lachen verkneifen... da war wohl jemand nicht mit seinem Alter im Einklang bzw. vielleicht auch nicht mit seiner Familie....





Ausblick vom Bungalow
direkte Strandlage

Vor der Insel gab's mehrere von diesen Fischerbooten, die nachts gerne mal mit riesigem Krach (Traktorähnliche Motorgeräusche) ihren Ankerplatz verlegen.







Eine Kokosnuss! Es gibt anscheinend doch nicht nur eine auf der Insel...
....deshalb bei Daniela der Jubel gross...., der Abend ist gerettet!








Dienstag, 30. November 2010

GAS Floating Platform

Ein Spiel auf dem schwimmmenden Fussballfeld vor super Kulisse! German All Stars auf der Floating Platform an der Marina Bay.




Das Fullerton und der Merlion im Hintergrund
Wir haben auch einen Capitano, nur heisst er nicht Ballack, aber er schiesst mehr Tore.
Nach einem Tor für GAS






Gewonnen!!!


Staerkung nach einem schweisstreibenden Match im Food Court um die Ecke