Freitag, 11. März 2011

Karneval 2011

Auch 2011 gab's die legendäre Karnevalsparty von GAS!
Ein kleiner Teil den Eintritts geht wie immer an das Waisenhaus in Indonesien.
Ein gratis Willkommensgetränk, was bei manchen dazu führt, mal gerne öfter Willkommen geheissen zu werden. Bestes Kostüm wird ebenfalls jedes Jahr geehrt, wo bei man sich sicher sein kann, dass Montatip und Rene ganz oben mitmischen. Leider hatten wir keine Kamera dabei, aber zumindest von Rene haben wir ein Foto...

Naja und ich dachte mir, dass ich mich dieses Jahr mal von meiner kreativen Seite zeige und nicht ins Kostümgeschäft gehe, sondern mal selbst was entwerfe. Neben dem ein oder anderen Lacher, irritierte dieses Kostüm allerdings doch den ein oder anderen Besucher: "Ist der Bauch echt oder fake?" Einfacher und schneller geht es immer bei Jens. Fünf vor zwölf geht's ins Kostümgeschäft, Ehefrau vorschicken, "...kannst dir ja schon mal was fuer mich überlegen...", "...und?", "...oh ja nehm' ich", bezahlen und nach fünf Minuten ist alles paletti! (Irgendwas mach ich falsch.) Ein Schotte ist's geworden, denn zu Braveheart hat's nicht gereicht und mit einem Ladyboy konnte man es trotz Rock auch nicht verwechseln. (Leider kein Foto)



Rene (mitte) hat mal wieder den Vogel abgeschossen und zum tausendsten Mal den Preis fuer das beste Kostüm eingeheimst... ohne Worte!!! Tanzeinlage inklusive, immer ein Kracher, habe selten jemanden gesehen, der so geil tanzen kann...

Kart fahren

Kart fahren anlässlich Martins Geburtstags. Ziemliche Gaudi für alle Beteiligten.

Mit Mitropa Duschhaube ausgestattet... na dann kann's ja losgehen!
Bei den Temperaturen kommt man da ganz schön ins Schwitzen



Mittwoch, 9. Februar 2011

Kiasu und im Jahr des Hasens


Chinese New Year stand wieder vor der Tür.

Seit Anfang Februar stehen wir nicht mehr im Jahr des Tigers, sondern des Hasens... was immer das bedeuten mag.

Aber wie jedes Jahr gab's zwei Tage ausgestorbenes Singapore, Drachentänze, Chingay Parade...


Kurze Einblicke:

(Wer etwas mehr drüber erfahren möchte, kann noch mal den Februar 2010 aufrufen, denn viel geändert hat sich nichts...)


Chingay Parade 2011








Schauplatz war wieder der Start- und Zielbereich mit Boxengasse der F1

Drachentanz



"KIASU"


Haben's doch immer gewusst, dass das keine Einbildung ist... haben uns doch schon manchmal das ein oder andere Mal über ein aus unserer Sicht "rücksichtsloses Verhalten" hier gewundert und vermutet, dass das aus der chinesischen Kultur stammen könnte. Jetzt der Beweis, es gibt sogar eine chinesische Bezeichnung dafür!


Aus einem Artikel der dt. Impulse hier in Singapur:

(Nicht, dass man uns hier ein Plagiat vorwirft :))


"Was bedeutet „kiasu“? Kiasu ist Hokkien und bedeutet „Angst haben zu Verlieren“. Es ist eine soziale Einstellung, um sich in einer konkurrenz-betonten Gesellschaft einen Vorteil zu verschaffen und nicht zu kurz zu kommen. Dies zeigt sich bei Singapurern in manchmal auffälligem Verhalten im täglichen Leben: zum Beispiel in die MRT hineindrängeln, ohne andere vorher aussteigen zu lassen, oder am Buffet sich den Teller mit Süßem und Salzigen übervoll zu laden – Hauptsache man hat es – ob man es dann aufessen kann, ist eine andere Sache. Viel kiasu-Verhalten kann man im Straßenverkehr beobachten, zum Beispiel einem anderen die Vorfahrt nehmen oder keinen in den fließenden Verkehr hineinlassen.

Sind alle Singapurer ständig kiasu? Nein, im Gegenteil, aber ab und zu zeigt es sich und vielleicht hat es dazu beigetragen, Singapur in kurzer Zeit zu einem modernen und erfolgreichen Staat zu machen."



TV-Star in der Familie?

Nachdem Madse von den German All Stars (Jens Fussballteam) vor einigen Monaten schon ein Interview in dem deutschen Fussballmagazin "11 Freunde" gegeben hatte, kam jetzt ein TV-Team von dem lokalen TV-Anbieter Starhub, um sich das Training anzuschauen. Und witzigerweise wurde eine Woche später hier in Singapur im Sportkanal das Interview und Trainingsausschnitte zwischen Bundesligaspielen und -ergebnissen gezeigt. Madse gab ganz cool und locker ein gutes Interview, als wenn's zum Alltag gehörte. Da fragt man sich dann bei den Profis, wieso die keinen vernünftigen Satz zustandebringen. Egal, jedenfalls wurde ja nicht nur das Interview gezeigt, sondern auch Trainingsausschnitte.... und da lief doch tatsächlich einige Male ein gebürtiger Hoogsteder Fussspieler mit strahlendem HSV Trikot und Raute im Herzen durch's Bild. Da fällt mir doch dieser Spruch ein..., wie war das noch ? "Gerade noch auf dem Hoogsteder Fussballplatz und jetzt auf unserer Showbühne!" Na, da soll doch jemand sagen, dass man es nur in den USA vom Tellerwäscher zu etwas bringt. In Singapur wird man vom Kreisligaspieler zum TV(möchtegern)Star! Ha,Ha! Anscheinend soll es zukünftig solche Interviews und Aktionen häufiger von dem Sender geben. Wir sind gespannt!

Dienstag, 25. Januar 2011

Thaipusam 2011


Thaipusam ist ein Fest der hinduistischen Tamilen, das im Januar/Februar zu Ehren Gottes Murugan, den Sohn von Shiva und Parvati, abgehalten wird. Damals soll ein Dämon für Unheil und Böses gesorgt haben. Murugan sollte diesen Dämon bezwingen, dazu gaben ihm seine Eltern eine magische Waffe. Thaipusam erinnert an diesen Tag, an dem Murugan diesen Dämon besiegt hat. Thaipusam steht im Zeichen der Buße. Um sich dem Gott Murugan ganz widmen zu können, schweigen und meditieren die Gläubigen, die sich dazu Spieße etc. durch Zunge, Wangen stechen lassen. Manche haben aber auch Haken im Rücken, an denen Limonen oder Glöckchen hängen oder sie ziehen sogar kleine Schreine daran hinter sich her, tragen riesige Gestelle mit Spießen auf den Schultern, laufen auf Nagelschuhen....Um das Ganze aushalten zu können, meditieren und fasten sie im Vorfeld und begeben sich einen Tag vorher durch Gesänge etc. in Trance. Dieses Piercen ist in Indien offiziel nicht mehr erlaubt, aber in Thailand, Malaysia und Singapur wird es noch ausgiebig zelebriert. In Singapur pilgern sie ca. 5 km von einem Tempel zu einem anderen. Sie bringen Opfergaben, wie Milch, Reis, Blumen zu Ehren Murugans in den Tempel, wo am Ende Priester alle Haken etc. entfernen. Für die Schaulustigen ein echtes Spektakel. Auch wenn kaum Blut fliesst, ist es trotzdem nix für schwache Nerven.
Das ganze Schauspiel fing um Mitternacht an und endete erst am Abend.










Frauen mit durchstochenen Zungen oder Wangen sind selten. Jedenfalls habe ich nur eine Lady gesehen, die sich die Wangen durchstochen hatte. Dafür gab es einige männliche Jugendliche, die daran teilnahmen.


Dieser Herr hatte sich ganz schön was auferlegt: Kräuter, Glöckchen an Haken, einen Schrein an Haken hinter sich herziehen, Spieße durch Zunge und Wangen (bei Durst, war er auf Hilfe angewiesen, die ihm das Wasser in den Mund laufen liessen), Nagelbrettschuhe....
Dafür hatte er einige Begleiter, die mit Gesängen, Trommeln etc. ihm eine gute Unterstützung waren.




Selbstverstaendlich gab's auch Hilfe beim Schleife binden.



Opfergaben, die meist auf dem Kopf getragen wurden.


Das muss man sich mal vorstellen: Einen kleinen Wagen ziehen, der mit Haken an deinem Rücken befestigt wurde! Die Begleitungen halfen zwar, aber man muss da ganz schoen in Trance sein, um keine Schmerzen zu haben....









Zum Schluss liessen sich viele den Kopf rasieren und versahen ihn mit Farbe. Leider haben wir nicht herausbekommen warum.


Zutritt zu Tempeln immer nur Barfuss. Da ich schon mal erlebt habe, dass bei solchen Massenansammlungen zu besonderen Anlässen die Schuhe über alle Strassen verteilt waren, fand ich im ersten Moment die Idee, dass sie jetzt jedem Tüten fuer die Schuhe gaben, gar nicht schlecht. Ich packte sie mir gleich in den Rucksack, denn man musste schon viele Meter vorher, die Schuhe ausziehen. Bei der Sonneneinstrahlung auf den Teerstrassen auch kein Spass. Leider stellte sich heraus, dass die meisten ihre Tüten mit den Schuhen draussen hinlegten. Nun finde mal deine Schuhe bei all den gleichen Tüten. Toller Plan!




Montag, 3. Januar 2011

Silvester 2010

Nach voll geschlagenen Magen ging's nach draussen, aber nicht zum Böllern, dass ist hier nicht erlaubt, genauso wenig, wie Feuerwerk (bis auf das an der Marina Bay von der Stadt), sondern zum Wunderkerze anzünden, eigens für die kleine Leonie, für die wir uns auch mit netten Hütchen ausstatteten.
Jetzt sollte man meinen "Wunderkerzen, wie langweilig", aber man wundert sich, was man für einen Spass damit haben kann. Diese Kerzen sollten noch laut Heulen, was sie auch taten, aber man sollte bei Made in China doch etwas vorsichtiger sein, zumindest bei den Chinakrachern bzw. -wunderkerzen... Denn diese ach so einfachen Wunderkerzen sind uns fast alle regelrecht in der Hand laut explodiert. Gemein gefährlich und so was kann man in Singapur kaufen....





...dann ging's weiter zum Clarke Quay, die Partymeile mit Bars, Discotheken etc. Von dort konnte man super auf das Feuerwerk an der Marina Bay schauen. Endlich ein gutes Feuerwerk geniessen, ohne von besoffenen Leuten die Knaller vor die Beine geschmissen zu bekommen.
Besoffene gab's aber auch hier genug, teils ausgestattet mit bunter, blinkender Kopfbedeckung, Tröten etc. Interessant sind auch die teils aufgebrezelten Outfits, mal für das Auge mal eher weniger....